KIWI


Kunst in der Werkstatt integrativ kurz KiWi- ist eine Initiative von Künstlerinnen, KunsttherapeutInnen und Pädagoginnen, die Menschen Freiräume für künstlerisches Schaffen bietet.
Seit September 2000 ist die KiWi ins Haus der Begegnung am Kelternplatz eingegliedert. Dort finden Kurse und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.
Diese bieten die Möglichkeit:

• Ein künstlerisches Thema über einen längeren Zeitraum anzugehen
• Muße zum Experimentieren mit Materialien, Farben und Formen zu haben
• Kreatives und flexibles Handeln zu erproben
• Ästhetische Wahrnehmung auszubilden

Routinierte Abläufe verhindern häufig kreative Einfälle zur Meisterung unseres Alltags. Durch freies Experimentieren und die Verfeinerung der eigenen Wahrnehmung werden sowohl eigene beengende Verhaltensstrukturen hinterfragt als auch Freude am Entdecken kreativer Lösungen geweckt.
Weiterhin arbeitet das KiWi -Team in Projekten mit Schulen und anderen städtischen Einrichtungen.

Die KiWi "Kunst in der Werkstatt integrativ" Metzingen besteht seit Sept. 1999 im Klosterhof 13.
Ihr Anliegen ist es, Raum für die Entfaltung kreativ-künstlerischer Erfahrungen in den Bereichen Malerei, Plastizieren, Holz, Filzen und Naturmaterialien zu schaffen, sowohl äußerlich in der anregenden Atmosphäre eines Künstlerateliers, als auch in der Vermittlung einer inneren offenen künstlerischen Haltung.
Die KiWi initiierte Angebote, die den musisch-ästhetischen Bereich der kindlichen Bildung in Kindergärten und Schulen unterstützen, erweitern und beleben wollen.
Bisherige Angebote fanden statt für:

• 4-6jährige Kinder in Kindergarten und Vorschule
• 6-10jährige Schülerinnen und Schüler im Ganztagesangebot der Sieben-Kelternschule, der Neugreuthschule, der Seyboldschule und der Uhlandschule
• 11 bis 15jährige Schülerinnen und Schüler der Neugreuthschule und Uhlandschule.

Erkenntnisse nach dem "Pisa-Schock" weisen darauf hin, dass mit Bildung nicht früh genug begonnen werden kann. Sie zeigen aber auch, dass eine Vergrößerung von Wissen und rationalem Denken und Handeln allein nicht ausreicht.
Seelische Reife wirkt sich auf Kreativität und Intelligenz aus. Wissen ist dann vollständig, wenn es intellektuelle, emotionale und soziale Aspekte vereint, das heißt: wenn der aufgenommenen Wissensstoff mit Gefühlen in Verbindung gebracht und in Handeln umgesetzt wird. (aus: Erika Landau, „Mut zur Begabung“, München 1999).
"Bildung soll junge Menschen in der Entfaltung ihrer gesamten Person fördern", so Hartmut von Hentig im Bildungsplan für die Grundschule 2004, und weiter: sie soll "die Zuversicht junger Menschen, ihr Selbstbewusstsein und ihre Verständigungsbereitschaft erhöhen."

Die Bedeutung von musisch-künstlerischer Erziehung für die Bildung von Einfühlungs- und Ausdrucksvermögen sowie von sozialer Kompetenz und Kreativität ist mittlerweile wissenschaftlich unumstritten bewiesen.
Bernhard Buch, der ehemalige Leiter von Salem, bezeichnet Selbstwertgefühl als die Voraussetzung von Bildung. Er nennt zudem fehlende emotionale Zuwendung eine Hauptursache der Bildungsmisere. Aus: Reinhard Kahl, „Treibhäuser der Zukunft - wie Ganztagsschulen in Deutschland gelingen“, München 2005).
Solchen Überlegungen folgt der Ansatz der KIWI:

• In künstlerischem Gestalten kann Selbstwertgefühl entdeckt und gestärkt werden.
• In künstlerischem Gestalten in Kleingruppen kann ohne Worte mit allen Sinnen im Tun
gelernt, kann sich tiefer emotional eingelassen, kann mehr Zeit gelassen werden als im
vormittäglichen Unterricht.
• In künstlerischem Gestalten kann Toleranz erlernt werden: es entstehen neue Situationen und neue Erfahrungen, die, wenn sie durchlebt werden, die Achtung vor individuell verschiedenen Problemlösungen fördern.
• In künstlerischem Gestalten kann Zugang zu eigenem gestalterischen Potential gefunden werden,
wie auch die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln.
• In künstlerischem Gestalten können sensorische, emotionale und soziale Fähigkeiten in großer Bandbreite gefördert und die Berührungsängste gegenüber Malen, Theater, Plastischer Kunst, Tanz u.a. abgebaut und überwunden werden.